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Nein, ich möchte kein Nomade sein!

In den letzten Monaten habe ich einen Eindruck bekommen, was viele Reisende als das “Ultimative”, das “Beste”, oder als “Pflicht” verstehen. Die Rede ist von einem nomadischen Leben. Ständig auf Reisen, von wenig Geld lebend, auf jeglichen Luxus verzichtend. Viele Menschen kündigen ihren Job, ihre Wohnungen, sagen den Freunden ade und stechen in die weite Welt hinaus.

Dann noch schnell einen Blog erstellen und den Daheim gebliebenen verkaufen, dass dies der Traum der Träume ist, den sich jeder in seinem Leben erfüllen sollte oder sogar muss. Das mag für die einzelne Person gelten, lässt sich aber sicher nicht pauschalisieren.

Ich liebe es zu Reisen! Ich liebe es für einen gewissen Zeitraum (wie lang der auch sein mag) von wenig Geld zu leben um so die Reisezeit zu verlängern. Ich würde aber nie alles was ich mir zu Hause aufgebaut habe aufgeben und gegen ein Nomadentum eintauschen. Es gibt Menschen, denen reicht es 2,3 mal im Jahr eine Reise zu machen. Es gibt Menschen, die ihren geregelten Alltag zu Hause mögen und nicht missen wollen. Es gibt Menschen, die genau dies hassen. Und das ist auch in Ordnung, so lange es für den Einzelnen so ist.

Schlafen im Park oder ähnliches? Nö, danke!

Schlafen im Park oder ähnliches? Nö, danke!

Worum es mir geht!

Heutzutage reicht es nicht mehr eine lange Reise in Europa zu machen, oder eine lange Weltreise zu unternehmen! Wer das Optimum einer Lebenserfahrung erleben möchte, der soll freiwillig arbeiten, auf einer Parkbank schlafen und um die nächste warme Mahlzeit bangen. Ganz nach dem Motto “Back to the Roots”. Und ich finde es toll, dass es Menschen gibt die sich so ein Leben antun. Meins ist es nicht und ich werde mir auch nicht einreden lassen es zu tun!

Freunde von mir reisen fast gar nicht. Weil sie es nicht wollen. Weil sie es sich nicht leisten können. Und dann gibt es widerum welche, die einem vorgaukeln wollen das perfekte Leben gefunden zu haben. Sei euch doch gegönnt! Aber bitte verkauft die Menschen nicht für dumm! Beziehungsweise versucht nicht etwas als “toll” oder als die ultimative Lebenserfahrung zu verkaufen, was für 99 von 100 Personen eben nicht so ist.

Ich für meinen Teil, starte im September in mein größtes Abenteuer bisher: WELTREISE!. Bis zu einem Jahr lang. Mit einem moderaten Budget! In einem Doppelzimmer oder auf einer fremden Couch! Mit Sprachschwierigkeiten! Mit tollen Menschen! Begrenzt! Mit einer bezahlten Wohnung zu Hause! Mit einem Job, der auf mich wartet! Mit meiner Freundin!

Es wird hart genug, auch ohne ein Nomade zu sein!

Was denkst du? Würdest du deinen Alltag gegen ein Nomadentum im Ausland eintauschen?

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2 Antworten to “Nein, ich möchte kein Nomade sein!”

  1. Versteh ich nicht ganz… wieso solltest du dir ein Nomadenleben ‘einreden’ lassen sollen?
    Ich denke es geht überhaupt nicht darum welches Leben oder Art des Reisens nun besser oder schlechter ist…

    PS. von welchen Reisenden sprichst du denn, die ein nomadisches Leben als das Ultimative propagieren? Hast du vielleicht zu viel meinen englischsprachigen Blog A Life of Blue gelesen? hehe ;)

    • Thomas sagt:

      Natürlich geht es nicht darum was “besser” oder “schlechter” ist, darauf möchte ich hinaus!

      Bevor ich den Artikel geschrieben habe, laß ich viele englische Blogs, bei denen mir ein wenig übel wurde. Eben, aus dem Grund! Was da propagiert wird, ist lächerlich. Und nein, dein Blog gehört nicht dazu! ;)

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