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St. Petersburg – Vodkaverkostung und Knastbesuch

Wir haben es geschafft! Nach über sieben Stunden mit dem Bus der Firma Lux Express haben wir den Weg von Tallinn über die russische Grenze, bis nach St. Petersburg gemeistert.
Die Grenzkontrolle in der Zwillingsstadt Narva verlief angenehmer und schneller als gedacht. Klar, den mürrischen Blick der Beamtin an der Grenze habe ich erwartet, sogar erhofft. Kein „Guten Tag“, kein Lächeln, der Nächste, kein Bitte! Wir müssen also in Russland sein.

Drei Nächte und fast vier Tage haben wir in Venedig des Nordens im Soul Kitchen Junior Hostel verbracht. Eine Unterkunft, die ich ausnahmslos Jedem ans Herz legen kann. Tolle Mitarbeiter, ein wunderschönes Interieur und ein 150 Jahre alter Ofen sind nur drei der Gründe, die ich geben kann.

Ab in die Stadt – Wie ist St. Petersburg?

 

Toll! Ich war zwar noch nie in Venedig (ich habe es auch nicht vor), aber wieso St. Petersburg mit der italienischen Stadt verglichen wird liegt nahe. Mehrere Kanäle durchziehen die Innenstadt rund um den Winterpalast. Mehr als ein Dutzend Brücken halten die Verbindung – außer Nachts, denn da werden alle zu unterschiedlichen Zeiten für den Schiffsverkehr geöffnet – zwischen den Gebieten aufrecht.

Die wenigsten Russen, die wir auf der Straße ansprechen, können englisch, schon gar nicht fließend. Kein Problem, so lange gewissen Höflichkeiten eingehalten werden. Und das werden sie!

Straßennamen und U-Bahn Haltestellen sind übersetzt und so ist es relativ einfach die Orientierung zu bewahren.
Das U-Bahn System ist schnell, effizient und – ich sage mal – geradlinig. Rolltreppe runter (und mir runter meine ich fast bis zum Mittelpunkt der Welt), links oder rechts, einsteigen, Rolltreppe rauf. Geradlinig eben und für Ortsunkundige optimal. Mit 27 Rubel ist eine Fahrt auch noch Spott billig. Backpacker Herz was willst du mehr?

St. Petersburg ist riesig! Üblicherweise wandern wir stundenlang in der Gegend und können so die Stadt erkunden, aber in St. Petersburg ist das auf Grund der weitläufigen Straßen und Plätze fast nicht möglich.

Nachteil für Backpacker: Im Zentrum gibt es nur kleine Shops, die gerade die nötigsten Lebensmittel führen. Groß einkaufen für das nächste Schlemmermeile ist hier nicht.

Vodkaverkostung – Abseits des Tourismus

Meine Freundin und ich hatten uns vor der Reise auf eines geeinigt: Beide wollen wir nicht nur die klassischen – sprich überlaufenen – Sehenswürdigkeiten erkunden, sondern abseits der Pfade trampeln. Also machten wir uns am Tag nach der Ankunft auf zu einem speziellen Museum: Dem russischen Vodkamuseum, inklusive Verkostung.
Leider sind sämtliche Texte nur in russisch gehalten, einen Guide gibt es für 150 Rubel extra. Der Eintritt inklusive Verkostung beträgt 300 Rubel. Ein Preis der sich durchaus rentiert.
Im „Museum“ – bestehend aus zwei kleinen Räumen – befinden sich diverse Exponate, hauptsächlich Wodkaflaschen,

Bilder und diverse Raritäten. Auch ohne Übersetzung sehenswert. Doch wer hier herkommt, will auch was probieren: Wir bekommen 3 Vodkagläser (2Cl) und Brot mit Schmalz und Hering serviert. Dazu gibt es – nach russischem Brauch – eine Salzgurke, die nach jedem Schluck Vodka gegessen werden soll. Lecker! Der Vodka!

Web: http://www.vodkamuseum.ru/english/museum/

Was es mit dem Knastbesucht auf sich hat

Wir wollten eine geführte Tour im Kresty Gefängnis machen und einen russischen Knast von innen sehen. Wenn es schon kein Gulag sein kann, dann wenigstens das. Leider kamen wir zu spät, fanden dann den Eingang nicht und gaben schlussendlich auf. Als ich eine beliebige Tür auf der Hauptstrasse öffnete realisierte ich, dass das Gefängnis noch in Betrieb ist (was ich bis dato nicht annahm). Der „freundliche“ Soldat hinter der geschwärzten Scheibe wird sich immer noch fragen wen so ein langhaariger Freak wohl besuchen will. Er öffnete die Sicherheitstür, ich verneinte höflich und ging……

Bock auf Fotos aus Sankt Petersburg? Here we Go!

Den dritten Beitrag werde ich bereits in Moskau verfassen. Eine Stadt auf Anabolika und ein U Bahn System, das einem Dschungel gleicht. Jucheee!

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P9090087
Tolles Baltikum und ein herber Rückschlag!

Es hat länger gedauert als erwünscht, bevor ich meinen ersten Post während der Weltreise abtippen konnte. Du weißt ja wie...

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