Tolles Baltikum und ein herber Rückschlag!
Es hat länger gedauert als erwünscht, bevor ich meinen ersten Post während der Weltreise abtippen konnte. Du weißt ja wie das ist: Während einer Reise möchte man Sachen erleben, eine Stadt sehen, erkunden und Gleichgesinnte kennen lernen. Viel Zeit zum Bloggen bleibt da nicht. Nun ist es aber so weit!
Zugleich ist dies der erste Beitrag im „Weltreise Tagebuch“, ein Untermenü das ich angelegt habe und meine Artikel sinnvoll verstauen zu können.
Die erste Fahrt und der Beginn vom Ende?
Am 4 September ging es los. Meine Freundin und ich nützten das Angebot von Polski Bus und fuhren um € 15 pro Nase mit dem Nachtbus nach Warschau. Dort bekamen wir eine Schlafmöglichkeit bei einer sehr netten Couchsurferin im Stadtteil Grochów. Das Viertel – Heimat vieler Legia Warschau Fans – genießt eine schlechte Reputation, obwohl sich die Situation in den letzten Jahren deutlich verbessert hat.
Wir hatten wenig Zeit und Lust uns Warschau anzusehen, obwohl die Altstadt wirklich hübsch anzusehen ist. Stattdessen hatten wir einen tollen Abend im Club Proxima als Flogging Molly eine hitzige Show vor 200 Polen ablieferte. Im alternativen Lokal Sen hatten wir einen feucht fröhlichen Abend mit Freunden von Anastazja (die Couchsurferin).
Ganz ohne Bilder möchte ich euch aber dann doch nicht ziehen lassen:
Fantastisches Baltikum
Bevor wir nach Litauen, Lettland und Estland fuhren, habe ich nicht viel über die Länder gewusst. Ich habe mich auch nicht informiert. Dennoch war ich überrascht wie toll, sauber, modern und vor allem grün diese Länder waren. Die Menschen hier sind einfach großartig, da offen, und haben somit sofort Bonuspunkte bei mir gesammelt.
In Kaunas schliefen wir im Monks Bunk, einem netten, kleinen Hostel in der Innenstadt und lernten dort zwei Jungs aus Holland und Kuala Lumpur kennen. Wir verbrachten die meiste Zeit mit ihnen und stolperten überrascht in ein tolles Spektakel namens Hanza Fest. Ein sich jedes Jahr wiederholendes Zusammensein im Stile eines mittelalterlichen Festes. Tolles lokales (und billiges) Essen und Bier, ein friedliche Atmosphäre und eine wunderschöne Stadt machten Kaunas zu einem wahren Highlight des Baltikums. Übrigens: Tolle vegetarische Gerichte gibt es in der Nähe des Hostels (einfach nachfragen). Ich hatte dort zum ersten Mal Kofta und war begeistert.
In Riga hatten wir leider nur eine Nacht, aber: Tolle, sympathische Stadt mit bezaubernden und auf Hochglanz gebrachten Sehenswürdigkeiten. Ich lasse Fotos sprechen:
Tallinn! Ach, wie habe ich mich auch Tallinn gefreut. So viel Gutes habe ich bereits über diese Stadt gehört und deshalb gleich drei Tage eingeplant. Dann checken wir im Hostel Viru Backpackers ein, ich vergesse meinen Rucksack in der Lobby, gleich neben unserem Zimmer und eine halbe Stunde später als ich duschen gehen wollte und meine Habseligkeiten suchte, war der Rucksack einfach weg. Gestohlen aus einem Hostel, neben unseren Zimmer. SCHEISSE!!! Keine Klamotten mehr, kein Waschzeug, nichts! Und das nach einer Woche! Meine persönlichen Dinge, eine Jacke mit Aufnähern vom Nordkap, die ich nie wieder bekommen werde. Furchtbar. Ab zur Polizei und melden! Mit einer Dolmetscherin! Nett und hilfsbereit! Dauer der Anzeige: zwei Stunden!
Zumindest kann ich meiner Reiseversicherung etwas vorlegen.
Tallinn ist aber somit gestorben. Nicht, weil ich die Stadt nicht mehr erkunden wollte, sondern weil ich einen neuen Rucksack, neue Unterwäsche, Socken, etc. etc. kaufen musste. Wer mich kennt, weiß welchen riesigen Spass mir das macht. Und hey: Tallinn ist nicht billig. Neue Hose: €40, neues Hemd: € 25, neuer Rucksack: € 115. Und ich bin nicht wählerisch!
Wie es weitergeht
Sei es wie es sei! Morgen geht es nach St. Petersburg und ich bin gespannt was die Russen für uns vorbereitet haben. Danach folgt Moskau und im Rahmen der Transsibirischen Eisenbahn (die mit meinen aktuellen Klamotten ziemlich kalt klingt) Nowosibirsk Irkutsk und dann geht es in die Mongolei.
Beim nächsten Mal sollte ich also 1. mehr Klamotten besitzen und 2. nette Impressionen aus Russland im Gepäck haben. In St. Petersburg gab es tollen Vodka und einen Besuch im Knast.
Stay Tuned!!
p.s.: Mitleid gerne willkommen, Kleiderspenden auch!













