search
top

Wie egoistisch sind die deutschen Reiseblogger?

Gerade eben habe ich einen Beitrag von Jörg auf Breitengrad gelesen, der mich dazu bewegte den einen oder anderen Satz zur Thematik der “Aktuellen Situation der deutschen Reiseblogger-Szene” zu verfassen.

Jörg scheint sich in den letzten Tagen oder Wochen neu definieren zu wollen. Und das ist gut so! Nicht weil er seinen Job vorher schlecht gemacht hat, sondern weil es immer gut ist eine gesunde Portion an Selbstreflexion zu betreiben. Was mach ich? Wohin will ich? Die Gedankenblasen in Comicform sehe ich förmlich über Jörgs Kopf schweben.

Wie ich die aktuelle Situation sehe

Ich bin erst seit sieben Monaten so etwas was man als “Reiseblogger” bezeichnen könnte. KÖNNTE! Ich sehe mich nicht als Reiseblogger per se, sondern als eine Person, die über reiserelevante Themen schreibt und einfach Bock auf diese Arbeit hat. Ja, und nicht wenig Arbeit. Ich mache es gratis, freiwillig und habe mich bisher nicht vermarktet.

Ich bekam bereits einige Anfragen von PR Agenturen, die mir mehr oder weniger gute Angebote machten, jedoch noch nie eine Einladung zu einer Pressereise. So what?

Bis dato konnte ich mir meine Reisen immer selber finanzieren und war nicht abhängig von Agenturen, die mir eine Reise vorsetzen. Die Frage, die ich mir stelle ist folgende: “Ist es das was Reiseblogger wollen?” Finanzierte Reisen? First Class statt Holzklasse? Auch wenn diese Reisen in einem kritischen Kontext betrachtet werden, bleiben sie immer noch Pressereisen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Blogger eine Reise als “schlecht” abhaken um sich nachher über sinkende Angebote zu fürchten. Ganz ehrlich! Was Reiseblogger gut können, ist aus einer Mücke einen Elephanten zu machen, auch weniger interessante Reisen schön verpacken und den Usern lesefreundlich präsentieren. Warum auch nicht?

Die harmlose Kritik von Jörg schlägt bereits kleine Wellen in den Kommentaren. Ganz unrecht hat er nicht! Ich würde nicht sagen, dass bereits jetzt die Ellenbogen ausgefahren werden, aber das werden sie in Zukunft. Konkurrenz belebt das Geschäft! Ob das nun in der Marktwirtschaft ist oder sich im zu beginnenden etablierten Bereich der Reisebranche in Bezug auf deren Blogger. Die Zeit wird kommen!

Ohne zu sehr in die Szene eintauchen zu wollen, finde ich persönlich, dass zu wenig an einem gemeinsamen Strang gezogen wird. Zu viel blah, blah! Das sollte sich ändern. Eine gemeinsame Linie, vielleicht ein gemeinsamen Projekt, in dem sich jeder unabhängig verwirklichen kann. Ich glaube aber, dass die Szene zu sehr an ihren eigenen Projekten festhält (prinzipiell gut, keiner soll seinen Blog einstampfen) und dann doch zu egoistisch ist um der Gemeinschaft etwas zu geben und dadurch gemeinsam groß zu werden.

Vielleicht ist der Artikel auch ein wenig zu hart, denn die Situation ist sicher nicht schlimm oder abartig. Die Frage ist nur wo der Weg hinführt.

Just my 2 Cents

 

Like it? Share it!

Einen Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

top
Lesen Sie den vorherigen Eintrag:
interview
Wenn mir der Jörg zehn Fragen stellt…..

...dann zögere ich nicht lange mit meinen Antworten. Nachdem ich so neugierig war und Jörg von Breitengrad53 mit tollen und...

Schließen