Es wird Zeit gegen den Strom zu schwimmen
Es ist also soweit. Worüber in den letzten Wochen und Monaten gesprochen wurde, hat nun einen Namen: “Das Reiseblogger Kollektiv ist ein Verbund von sieben führenden Reisebloggern” und wurde kürzlich ins Internet gestellt.
Worum geht es? Ein Zusammenschluss, “der sich für Standards in der Zusammenarbeit von touristischen Unternehmen und Bloggern einsetzt”. Klingt prinzipiell doch recht nett. Hat es bisher noch nicht gegeben. Jeder Blogger arbeitete mehr oder weniger für sich und ärgerte sich mehr oder weniger für sich über die – teilweise beleidigenden – Angebote diverser PR Agenturen. Dem soll nun ein Riegel vorgeschoben werden.
Nun gibt es mehr als sieben deutsche Reiseblogger in der Szene, die ihre Arbeit richtig gut machen und ganz ehrlich: Meinen Blog zähle ich nicht dazu. Ich bin zu sehr Anfänger, muss noch verdammt viel lernen und kann diesen sieben Blogs nicht das Wasser reichen.
Erste Kritik wird ebenso laut, wie positive Rückmeldungen der deutschen Szene der Reiseblogger.
Die Frage, die ich mir stelle: Wenn in Zukunft Standards gesetzt werden, die von sieben Blogger vorgegeben werden und von mir nicht erreicht werden, beudetet dies etwas schlechtes für meinen Blog? Halte ich mich an die Standards – wie auch hoffentlich die PR Agenturen – bedeutet dies eine Aufwertung? Oder werden hier Standards definiert für eben diese sieben Blogs, die zur Zeit zu den besten zählen, die es auf dem “Markt” zu finden gibt?
Prinzipiell ist es eine gute Idee einen gewissen Codex zu entwickeln an denen sich Blogger, und seien es Anfänger, halten und anlehnen können. Noch wage ich dies aber zu bezweifeln. Vor wenigen Tagen stellte ich die Frage in den Raum wie egoistisch die deutschen Reiseblogger sind. Es kann sich heute jeder sein Bild selber machen.
Mein Problem ist nun folgendes: Ich bin – privat und im Beruf – gerne einer der gegen den Strom schwimmt. Gehen neun Menschen nach links, gehe ich nach rechts. Ich kann dies nicht beeinflussen und sehe es als einen Schutzmechanismus. Von der Ferne betrachtet lässt sich dann immer noch eine Entscheidung treffen.
Jedenfalls ist die Zeit gekommen eben dies zu tun und gegen den Strom zu schwimmen. Nicht aus Bösartigkeit oder Neid, sondern einfach um die Entwicklung von Weitem zu sehen. Wer den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht, ihr wisst schon….
“There was a high pressure low developing off the coast of Africa,
Uplift in the atmosphere pushed waves
Across the ocean towards Antilles and Bon Air.
I paced in Agitation. I drew the curtains closed.
I turned the air conditioner on.
I pressed a warm wash cloth to my face.
Somewhere out there a hurricane was coming.”




Hi Thomas,
gegen den Strom schwimmen, schön und gut. Die Frage ist nur, wohin fließt er?
Schwimmen wir nicht alle ein bisschen kreuz und quer?
LG, Elke
Mal sehen, Elke, mal sehen!
Ich möchte nicht einfach aus Prinzip himmelhoch jauchzend denken wie toll das ist. Gut, das es endlich einen Start gibt. Mal sehen wie es abläuft.
lg
thomas
Ist ja auch völlig korrekt.
Wir hatten ja schon die Sache mit den gesponserten Artikeln – manche Dinge muss einfach jeder für sich entscheiden – Standards hin oder her…
Man schreibt sich
LG, Elke